Listen to German 2 – “Das Pfannkuchenbacken”

 

listening-pfannkuchen

Hello everyone,

and welcome to … well… I felt like it was time for another little bit of listening comprehension so welcome to that :).

Last time I said, I was gonna read fables but while I was looking for nice fables I came across lots of other cool stuff. For example Friesian fairytales. Friesland is an area in Northers Germany along the coast of the North Sea and they have really really lovely fairy tales there. Well, there more folk tales I guess. But they’re really great. Not like Grimm’s fairy tales all serious and gloomy. The Frisian ones are light-hearted, witty, honest and really down to earth. Some are a bit stupid others are so random they border on a fever dream but reading them really gets me in a good mood. Honestly… I think I have a little crush on Frisian folk tales :). So I’m really glad to share some of them with you here.
Today we’ll start with a little story called

Das Pfannkuchenbacken

It’s about making pancakes and sh.. but I don’t want to spoil it.
As usual, if you have ANY questions about the vocab or the sentence structure somewhere, just ask and we’ll talk about that in the comments.
But now, enjoy :)

Normal speed:

(you can also download the mp3 here)

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Slow version:

(you can also download the mp3 here)

 

(I have very little experience with slow reading so this might sounds a bit awkward. But I’ll do better in future posts)

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Let me know if you want dialect versions, too (Berlin region) :)

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Script:

Es war einmal ein Bauer, der hatte eine wunderschöne Tochter. Eines Abends im
September – der Bauer saß gerade mit seiner Tochter in der Küche und schälte
Kartoffeln – da klopfte es an der Tür.
Draussen standen 3 junge Männer mit Blumen. Der Bauer wusste sofort, was los war.
Am Ende der Erntezeit gab es in dem Dorf immer ein großes Fest und die jungen
Männer wollten bestimmt seine Tochter zum Tanz einladen. Aber drei waren natürlich zwei zuviel.
Also sagte der Bauer, der sowieso keine Lust gehabt hatte, zu kochen:
“Derjenige von euch, der am besten Pfannkuchen backen kann, der darf mit meiner
Tochter zum Fest.”

Die drei jungen Männer wunderten sich über den komischen Test, aber sie
machten sich sofort an die Arbeit.

Nun war es so, das zu der Zeit in dem Dorf alle  gut Pfannkuchen backen konnten.
Damit allein konnte man niemanden beeindrucken. Deshalb nahm der erste, als sein
Pfannkuchen auf einer Seite braun war, die Pfanne, schmiss den Pfannkuchen hoch
bis unter die Decke, machte eine elegante Pirouette und fing den Pfannkuchen dann
mit der Pfanne  wieder auf – umgedreht.
“Nicht übel”, sagte der Bauer.
Dann war der zweite an der Reihe. Als sein Pfannkuchen fertig zum Wenden war,
nahm er die Pfanne, lief aus der Küche raus auf den Hof, prüfte mit dem Finger den
Wind, holte Schwung, schmiss den Pfannkuchen mit aller Kraft über das
strohgedeckte Haus, rannte um das Haus herum und – fing den Pfannkuchen,
in der Pfanne wieder auf – ungebratene Seite unten.

“Wirklich nicht übel” sagte der Bauer, während sie wieder reingingen, und klopfte dem
jungen Mann auf die Schulter.
Der dritte Verehrer bat den Bauern um ein Pfannkuchenmesser und als sein
Pfannkuchen auf einer Seite braun war, drehte er ihn damit vorsichtig in der Pfanne
um.
Zwei Tage später tanzte er den ganzen Abend mit der Bauerstochter auf dem Fest, denn
jemandem, der unnötiges Risiko einging, wollte der Bauer seine Tochter nicht geben.